Freitag 21.09.2018 — 20:00 Uhr

Kühne Logistics University – KLU

Philipp Weiss erhält für „Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen“ den Klaus-Michael Kühne-Preis 2018
Die erste Preisträgerin Inger-Maria Mahlke ist Ehrengast bei der diesjährigen Verleihung des Klaus-Michael Kühne-Preises

(c) Suhrkamp

(c) Rowohlt

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Preis: 14 €

Philipp Weiss: „Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen“

Begründung der Jury:

„Philipp Weiss hat mit ‚Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen‘ einen staunenswerten Roman geschrieben, der uns mit seinem formalen Reichtum in Erinnerung ruft, was das Genre umfassen kann: buchstäblich alles nämlich. Das Werk setzt sich aus fünf eigenständigen Büchern zusammen; geschrieben hat sie der Autor aus der Innensicht einer Klimaforscherin, eines Jetset-Künstlers, eines kleinen japanischen Jungen, einer Französin im 19. Jahrhundert und einer verlorenen Seele im hypermodernen Großstadt-Dschungel von Tokio. Philipp Weiss erzählt aus diesen Perspektiven vom politischen Experiment der Pariser Kommune, von Fukushima, vom Klimawandel, ja, selbst vom Urknall. Und er entfaltet – der Roman als Netzwerk – zwischen den verschiedenen Zeiten, Stilen und Themen ein virtuoses Spiel der Verweise. ‚Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen‘ ist ein rasend kluger, poetischer, witziger und böser Roman. Philipp Weiss fasst den Wahnsinn unserer Welt in Worte. Seismographisch zeichnet er den Bruch auf, der in der Epoche fossiler und atomarer Energie nicht nur den Menschen von der Natur, sondern auch von sich selbst entfremdet. Die ökologische Krise ist die größte Herausforderung unserer Zeit, der Roman von Philipp Weiss die derzeit größte Herausforderung auf dem Buchmarkt. Wer sich drückt, wird viel verlieren.“


Wir danken der Jury und gratulieren Philipp Weiss!


Die Preisverleihung findet im Rahmen dieser Veranstaltung in der KLU statt.


Inger-Maria Mahlke: „Archipel“

Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2018

"Die Jury ist sich einig, dass Inger-Maria Mahlke ein nahezu perfektes Prosawerk gelungen ist und zuversichtlich, dass ihr, die mitten aus dem Leben schreibt, bei der kein Satz zu viel ist, ein erfolgreiches zweites Buch gelingt", so lautete 2010 die Begründung bei der Vergabe des erstmals verliehenen Klaus-Michael Kühne-Preises. Die Jury hat sich nicht getäuscht: Inger-Maria Mahlke stellt mit "Archipel" bereits ihr viertes Buch vor – einen großen europäischen Roman von der Peripherie des Kontinents: der Insel des ewigen Frühlings, Teneriffa.
Außerdem wird an diesem Abend zum neunten Mal der Klaus-Michael Kühne-Preis verliehen.
An vier Abenden (13., 15., 17. und 18. September) haben dann bereits acht Autorinnen und Autoren ihren jeweils ersten Roman präsentiert. Unter ihnen hat die Jury – bestehend aus Thomas Andre (Hamburger Abendblatt), Harald Butz (Buchhandlung Heymann), Sebastian Hammelehle (SPIEGEL), Maximilian Probst (ZEIT), Annegret Schult (Buchhandlung Felix Jud) und Alexander Solloch (NDR Kultur) – das beste Debüt des Jahres 2018 ausgewählt.

Daniel Haas, Journalist der ZEIT, führt das Gespräch mit der ersten Preisträgerin des Klaus-Michael Kühne-Preises Inger-Maria Mahlke.
Inger-Maria Mahlke ist eine "Meisterin im Beschreiben von gewaltigen Zerstörungskräften." Thomas Andre im SPIEGEL

Rezensionen und Pressezitate

"Dass dieser Roman zu einem vielschichtigen, mitunter wohltuend sperrigen Ereignis wird, hat viel mit Inger-Maria Mahlkes Sprache zu tun. Die ist aufgeraut, hier und da von spartanischer Schlichtheit; die hat kein Gramm Fett angesetzt, ist scheinbar eingängig und bietet doch Widerhaken, wohin das Auge blickt. Auch das macht «Archipel» zu einem bemerkenswerten Buch." Rainer Moritz, NZZ

Mitwirkende

Daniel Haas
Inger-Maria Mahlke
Philipp Weiss

Kühne Logistics University – KLU

Großer Grasbrook 17, 20457 Hamburg