
© Susanne Schleyer / © G2 Baraniak
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Montag, 05. Oktober 2026, 19:30 Uhr
Christiane Hoffmann und Nino Haratischwili - eine Begegnung
Europa, wach auf! / Die Träume, die wir hatten
Tickets ab morgen, 22.05. 12:00 Uhr
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Laeiszhalle
Pre-Opening
Deutschlandpremiere
Lesung und moderiertes Gespräch
Christiane Hoffmann und Nino Haratischwili: beide verbindet in ihrer Arbeit, dass sie auf sehr besondere Weise die Zeitgeschichte Osteuropas und persönliches Erleben miteinander verknüpfen und das Ringen um Freiheit und Demokratie greifbar machen.
Auf die Frage nach ihrer Lieblingsgesprächspartnerin hat Christiane Hoffmann spontan gesagt: Nino Haratischwili. Und Nino Haratischwili? Hat ihrerseits sofort zugesagt. Dabei kennen sich beide persönlich bisher gar nicht. So hat das Festival zum wiederholten Mal die Freude, die Begegnung von Autorinnen stiften zu dürfen.
Bekannt geworden mit „Alles, was wir nicht erinnern. Zu Fuß auf dem Fluchtweg meines Vaters“ (ein Überraschungsbestseller mit über 140.000 Auflage), erzählt Christiane Hoffmann diesmal sehr persönlich ihre eigene Geschichte: Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die während des Mauerfalls in Leningrad studiert und hofft, dass der kulturelle Aufbruch Russlands Motor für die Demokratisierung des Landes sein möge. Diese Hoffnung hatten viele, auch die Ukraine spielt eine Rolle, eine Erzählung also über „Die Träume, die wir hatten“.
„Die Träume, die wir hatten“ könnte auch Nino Haratischwilis große Georgientrilogie über die Unabhängigkeitsbestrebungen, die Kriege und Bürgerkriege nach dem Ende der Sowjetunion heißen. Auch mit ihrem neuen Buch „Die fremden Paradiese“ setzt sie die Beschäftigung mit dem Freiheitstraum fort – zwei Bücher und zwei bemerkenswerte Autorinnen also, die sehr konkret und persönlich vom tragischen Scheitern der Freiheitskämpfe in postsowjetischer Zeit erzählen.

Denn spätestens mit Russlands Überfall auf die Ukraine (2022) sind diese Träume wie ein Kartenhaus in sich zusammengebrochen, ein Krieg, der ganz Europa in Gefahr bringt. „Europa wach auf!“ ruft Nino Haratischwili in ihren Essays. „Haben wir etwas falsch gemacht? Was?“, fragt Christiane Hoffmann.
Christiane Hoffmann präsentiert ihr neues Buch „Die Träume, die wir hatten“, und Nino Haratischwili wird exklusiv und erstmals einen Blick in ihren erst im kommenden Jahr erscheinenden neuen, großen Roman erlauben, und vielleicht noch mehr…
